Alice in den Städten

Regie: Wim Wenders, 1974, 110 Min., dt mit Heb. UT

Dieser Film ist der erste Teil von Wim Wenders´ Spielfim-Triologie, Road Movie“

Nachdem der Journalist Philip eine Reportage Reise durch das ländliche Amerika vorzeitig abgebrochen hat, lernt er am New Yorker Kennedy-Airport eine junge Deutsche und deren achtjährige Tochter Alice kennen. Er verbringt die Nacht mit der Mutter und findet am nächsten Morgen einen Zettel vor, auf dem die Frau ihn bittet, ihre Tochter mit nach Amsterdam zu nehmen – sie selbst käme in wenigen Tagen nach. Nachdem Philip und Alice in Amsterdam vergeblich auf Alices Mutter gewartet haben, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach der Großmutter des Mädchens, die in Deutschland lebt, von der es jedoch keine Anschrift gibt; einziger Hinweis ist ein Foto ihres Wohnhauses. Auf einer abenteuerlichen Irrfahrt durch das Ruhrgebiet entwickelt sich zwischen Philip und Alice ohne viele Worte, nur durch Gesten und Blicke, eine stille Zuneigung.

Die Angst des Tormanns beim Elfmeter

Regie: Wim Wenders,  BR Deutschland Österreich 1971/1972, 100 Min,  dt. mit Heb. UT Wegen Beleidigung des Schiedsrichters wird der Fußball-Torwart Josef Bloch vom Platz gestellt. Er streift alleine durch die Stadt Wien und lässt sich mit einer Kinokassiererin ein, die er am Morgen nach der gemeinsamen Liebesnacht erwürgt. Ziellos und gleichgültig streunt Bloch umher, geht ins Kino, provoziert eine Prügelei. In den Zeitungen verfolgt er die Ermittlungen der Polizei, die auf der Suche nach ihm ist.

Paris, Texas

Regie: Wim Wenders, 1984,  139 Min., dt. mit Heb. UT

Vier Jahre lang war Travis verschollen. Jetzt kehrt er als einsamer Wanderer in der Wüste über die mexikanische Grenze in die USA zurück, verstummt und verschlossen. Sein Bruder holt ihn nach Los Angeles; Travis begegnet seinem kleinen Sohn, gewinnt langsam dessen Vertrauen und bricht mit ihm auf, um Jane zu suchen – Travis’ verlorene Frau und Hunters verlorene Mutter.

Vater und Sohn finden Jane in Houston, Texas. Jane arbeitet in einer Peepshow. In zwei langen, bewegenden, über ein Telefon geführten Dialogen, durch eine aus Janes Sicht spiegelnde Scheibe getrennt, scheinen sich Travis und Jane wieder näher zu kommen. Einmal überlagern sich in der reflektierenden Scheibe sogar die Gesichter der beiden, als könnten sie die verlorene Einheit wiedergewinnen. In den Dialogen, in denen die Frau erst allmählich begreift, wer sich hinter der Scheibe verbirgt, geht es vor allem um die schmerzhafte Geschichte einer kaputten Ehe, für deren Scheitern vor allem Travis verantwortlich ist. Dann bricht der rastlose Travis wieder auf ins Ungewisse.

Der Stand der Dinge

Regie: Wim Wenders, 1982, 120 Min, dt. mit Heb. UT

Ausgangspunkt ist eine hermetische Situation: Friedrich, Regisseur deutscher Herkunft, dreht mit amerikanischem Geld einen Film in Portugal, ein Remake von Allen Dwans THE MOST DANGEROUS MAN ALIVE. Drehort ist ein verlassenes, vom Sturm halb zerstörtes Hotel an der Küste. Personal scheint es nicht mehr zu geben, und die Einwohner des nahen Orts nehmen von dieser Arbeit so gut wie keine Notiz. Da eröffnet Joe Corby, der Kameramann, dem Regisseur, dass man kein Negativ-Material mehr habe und nicht mehr weiterdrehen könne; der Produzent des Projekts ist vor einigen Tagen nach Los Angeles abgereist.

Wim Wenders′ Schwarzweißfilm  gehört zu jenem reichen Subgenre des Neuen Deutschen Films, das sich mit dem Filmemachen auseinandersetzt:

Ein internationales Team dreht in einem portugiesischen Küstenort das Remake eines Science-Fiction-Klassikers, bis ausbleibende Produktionsgelder die Arbeiten stoppen. Warten ist keine Lösung, und so macht sich Regisseur Friedrich Munro auf den Weg nach Hollywood, um Produzent Gordon zur Rede zu stellen. Der jedoch hat ganz eigene Probleme – das Ringen um den Film wird immer deutlicher zum existenziellen Kampf. In ihrem Gespräch fällt der Satz; "Der Tod, das ist die größte Geschichte, davon handeln sie alle."

Preisgekrönt mit dem „Goldenen Löwen“, Venedig 1982

Tôkyô-ga

Regie: Wim Wenders, BR Deutschland USA 1983-1985, 92 Min, Engl, Jap.dt. mit Heb. UT, Dokumentation

„Wenn es in unserem Jahrhundert noch Heiligtümer geben würde… wenn es so etwas gäbe wie einen heiligen Schatz des Kinos, dann wäre das für mich das Werk des japanischen Regisseurs Yasujiro Ozu. Er machte 54 Filme. Stummfilme in den 1920ern, schwarz-weiß Filme in den 1930ern und 1940ern und schließlich Farbfilme bis zu seinem Tod, am 12. Dezember 1963, an seinem 60. Geburtstag.”

Tagebuchartiger Film-Essay, in dem der Regisseur Wim Wenders seine Impressionen von der japanischen Hauptstadt Tokyo einfängt. Der Film führt in Spielhöllen und auf Hochhausdächer, über Friedhöfe, auf denen Baseball gespielt und durch Straßen, auf denen Rock′n′ Roll getanzt wird. Dabei spricht Wenders über seine Gefühle zu dem legendären japanischen Meisterregisseur Yasujiro Ozu.

Falsche Bewegung

Regie: Wim Wenders, BR Deutschland 1974/1975 103 Min, dt mit Heb. UT

Dieser Film ist der zweite Teil von Wim Wenders´Spielfim-Triologie „Road Movie“

Wim Wenders′ Film ist eine sehr freie Adaption von Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre". Sein Wilhelm Meister ist gewissermaßen ein filmischer Nachkomme von Goethes Hauptfigur. Wilhelm fühlt sich zum Schriftsteller berufen. Ihm fehlt jedoch eine entscheidende Eigenschaft für die erfolgreiche Ausführung dieser Profession: das Interesse an Menschen. Daher wird er von seiner Mutter auf eine Entdeckungs- und Bildungsreise geschickt. Auf seiner Fahrt lernt Wilhelm eine Reihe kurioser Gestalten kennen und findet sich – von einer Villa im Siebengebirge bis zum Gipfel der Zugspitze – ein symbolisches Bild dafür, wie weit er sich von den Menschen entfernt hat. Schriftsteller möchte er dennoch werden.

Der Himmel über Berlin

Regie: Wim Wenders, 1987, 122 Min, dt. mit Heb. UT

Damiel und Cassiel gehören zu den Engeln, die in Berlin, meist von hoher Warte, über das Schicksal der Menschen wachen. Damiel verliebt sich in Marion und sehnt sich immer mehr nach ihrer Nähe; doch für die Erfüllung seiner Liebe muss er ein Mensch werden.

Der Film erzählt die Geschichte der beiden Engel Cassiel und Damiel, die es wagten, Gott zu widersprechen und daher von diesem auf die Erde, nach Berlin, versetzt wurden. Die beiden körperlosen Gestalten sind allein für Kinder sichtbar, doch als Damiel sich in die Trapezkünstlerin Marion verliebt, wird er nur noch von dem Wunsch getrieben, ebenfalls ein Mensch und damit sichtbar zu werden. Er lernt den amerikanischen Schauspieler Peter Falk kennen, der früher selbst ein Engel war und Damiel rät, den großen Schritt zu vollziehen und sein Dasein als Engel aufzugeben. „Wenn überhaupt so etwas wie ein Held in meinen Filmen existiert“, hatte Wenders nach PARIS, TEXAS erklärt, so müsste sein Name >Odysseus< sein, und die Personen in meinen Filmen wären seine Freunde, die versuchen, ihn zu finden, um ihm zu sagen, dass es noch immer zu früh ist, nach Hause zu kommen.“

Preisgekrönt in Cannes

Im Lauf der Zeit

Regie: Wim Wenders, 1976, 176 Min, dt. mit Heb. UT

Dieser Film ist der dritte Teil von Wim Wenders´Spielfilm-Triologie „Road Movie“

Seit zwei Jahren fährt Bruno in einem alten, umgebauten Möbelwagen, der ihm auch als Unterkunft dient, durch die kleinen Orte entlang der Grenze zur DDR und repariert in den aussterbenden lokalen Kinos die Projektoren. Eines Morgens beobachtet er, wie ein Mann mit seinem VW in die Elbe rast. Der Mann, Robert Lander, klettert mit seinem Koffer aus dem versinkenden Auto und schwimmt an Land. Bruno nimmt ihn in seinem Möbelwagen mit, und es beginnt eine Reise, die beide durch ein provinzielles, ungesehenes Deutschland führt. So wenig die Orte und Menschen, denen Bruno und Robert begegnen, gängigen Deutschlandbildern entsprechen, so sehr haben sie immer wieder mit dem Kino zu tun.

Zwei Männer in ihren Autos: der eine, Bruno, räkelt sich hinter dem Steuer eines geparkten LKW, mault kopfschüttelnd über einen blöden Traum, rasiert sich, kocht sich Kaffee; der andere, Robert, sitzt stumm und verbissen in einem VW, zerreißt ein Foto von einem Haus und rast wie ein Irrer durchs Land, bis er mit seinem Fahrzeug in der Elbe landet, von andern verwundert grinsend beobachtet. Für eine gewisse Zeit werden die beiden Männer Freundschaft schließen und zusammen durch die Bundesrepublik reisen. Bruno fährt mit seinem Lastwagen die Grenze zur DDR entlang, um in den Provinzkinos die Vorführgeräte zu warten. Robert, wegen seiner Fahrt in den Fluss "Kamikaze" genannt, stellt sich vage als Kinderarzt vor, der wohl seiner Frau davongelaufen ist. An der Grenze des geteilten Deutschlands zeigt Bruno seinem neuen Freund die Ödnis deutscher Kinolandschaft, und Robert, der seinen Vater versucht, weist Bruno den Weg in eine längst verdrängte Kindheit zurück. Nachts taucht einmal ein Mann auf, dessen Frau sich mit dem Auto umgebracht hat; heulend versucht er, die Erfahrung zu verdrängen: "Den Tod gibt's doch gar nicht!" In Details setzt sich das fort, so in einer Schlinge, die man grob und drohend an einer Wand hängen sieht und die später, befreiend, von Bruno und Robert in einem Schattenspiel für Kinder als Requisit verwendet wird. Die Reise führt die beiden Männer in die Nähe von Dörfern, die "Machtlos" und "Friedlos" heißen, auch ein Berg ist da, der "Toter Mann" genannt wird: Robert zeigt auffälliges Interesse, hinzufahren, Bruno wehrt ab; er war schon dort. Am Ende fährt Bruno wieder allein in seinem LKW, Robert sitzt in einem Zug. Ein letztes Mal kreuzen sich ihre Wege, und trotz der räumlichen Trennung scheinen die beiden Männer miteinander zu reden.

Der Amerikanische Freund

Regie: Wim Wenders, 1977, 123 Min., dt. mit Heb. UT

Jonathan, ehemaliger Restaurator, der heute Bilderrahmen anfertigt, lebt in Hamburg. Er leidet an Leukämie und weiß, dass es kein Entrinnen gibt. Tom Ripley, ein amerikanischer Gemäldehändler, bietet ihm ein dubioses Geschäft an: Er soll in Paris einen Mord begehen. Jonathan geht darauf ein. Nach seiner Rückkehr ist ein zweiter Mord unausweichlich. Ripley selbst ist auf Jonathans Hilfe angewiesen.

Nach dem Roman "Ripley's Game" von Patricia Highsmith Der Handwerker Jonathan lebt mit seiner Familie in Hamburg, wo er eine kleine Werkstatt hat, in der er Bilder herstellt. Eines Tages taucht ein Franzose bei ihm auf, der ihm ein unglaubliches Angebot unterbreitet: Für 250.000 Mark soll er nach Paris reisen, um dort einen Mafioso zu ermorden. Steckt hinter diesem Auftrag möglicherweise Jonathans neuer Bekannter, der enigmatische Tom Ripley? Aber mit diesem einen Auftragsmord ist die Sache noch nicht ausgestanden. Schon bald soll er einen weiteren Mann umbringen. Mit Tom Ripleys Hilfe, der auf mysteriöse Weise mit der ganzen Affäre zu tun hat, versucht Jonathan, sich aus den Fängen der Gangster zu befreien.

Yamamoto – Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten

Regie: Wim Wenders, BR Deutschland 1988/1989, 81 Min, Engl, Jap.  mit Heb. UT, Dokumentarfilm

 „Mode? Damit habe ich nichts am Hut! Das war zumindest meine erste Reaktion, als das Centre Georges Pompidou in Paris mich fragte, ob ich Lust hätte, einen Kurzfilm über einen Modedesigner zu machen.“

„Die Welt der Mode! Ich bin interessiert an der Welt, nicht an der Mode! Aber vielleicht bin ich zu voreilig mit meinem Urteil. Warum sollte ich nicht einmal versuchen, mich dem Thema ohne Vorurteile zu nähern? Warum Mode nicht einfach als Industrie wie jede andere anschauen, wie die Filmindustrie zum Beispiel?“

„Filmemachen… sollte manchmal einfach eine Art zu leben sein. Wie zum Beispiel spazieren gehen, Zeitung lesen, essen, sich etwas aufschreiben, Auto fahren, oder eben diesen Film zu drehen, der sich von Tag zu Tag selber schreibt, angetrieben durch die Neugierde an einer Sache.“

Essayistischer Dokumentarfilm über den avantgardistischen japanischen Modemacher Yohji Yamamoto, der zu Beginn der 1980er Jahre die Modewelt schockierte und revolutionierte. Zwischen Paris und Tokyo, Ateliers und Laufstegen, entsteht eine Art filmisches Tagebuch über die Kunst des Kleidens – das Wenders auch zu einer Reflexion über sein eigenes Schaffen anregt.

Dieser „Tagebuchfilm“, wie Wenders ihn nannte, untersucht die Gemeinsamkeiten seines Handwerks, des Filmemachens, mit dem Handwerk eines Modedesigners, dem in Tokio lebenden Yohji Yamamoto. Wenders drehte den Film weitgehend alleine und als „Ein-Mann-Team“. Yamamoto und Wenders wurden im Laufe der Dreharbeiten, die sich über ein Jahr hinzogen, zu guten Freunden.

Die Gebrüder Skladanowsky

Regie: Wim Wenders, 1996, 79 Min, dt. mit Heb. UT

Eine Mischung aus Fiktion und Dokument, über die deutschen Filmpioniere Max, Emil und Eugen Skladanowsky, die wie viele andere Zeitgenossen, an der Aufnahme und Vorführung bewegter Bilder arbeiteten und ihre öffentliche Premiere anno 1895 im Berliner „Wintergarten“ feierten – knapp zwei Monate vor den Gebrüdern Lumière, deren Erfindung sich schließlich durchgesetzt hat.

DIE GEBRÜDER SKLADANOWKSY entstand unter der Leitung von Wim Wenders gemeinsam mit rund 20 Studenten an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.

In Zusammenarbeit mit Studenten der Münchner Filmhochschule HFF inszenierte Wim Wenders diese Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion über die Filmpioniere Max, Emil und Eugen Skladanowsky. Bereits zwei Monate vor der "Filmpremiere" der Gebrüder Lumière in Paris präsentierten die Gebrüder Skladanowsky am 1. November 1895 vor 1500 Zuschauern bewegte Bilder auf ihrem "Bioscop". Ein Film über die Entstehung des Kinos, dessen "historische" Szenen mit einer Handkurbelkamera aus der Stummfilmzeit gedreht wurden. Im ersten Teil erzählt ein kleines Mädchen vom Leben in Berlin gegen Ende des 19. Jahrhunderts; Gertrud berichtet vor allem von ihrem Vater Max Skladanowsky und dessen Brüdern Eugen und Emil. Sie waren Schausteller und vor allem Erfinder, lebten und arbeiteten in Pankow. Max bastelte an einer Kamera, die es ermöglichte, bewegte Bilder aufzunehmen, und, das erwies sich als weit schwieriger, an einem geeigneten Apparat, die Aufnahmen vorzuführen. Der zweite Teil konzentriert sich auf die legendäre Premiere des „Bioskop“, wie die Gebrüder Skladanowsky ihre Erfindung nannten, am 1. November 1895 im Berliner Varieté „Wintergarten“, die trotz einiger Schwierigkeiten ein großer Erfolg wird. Der dritte Teil wird geprägt vom Versuch, zwischen der Gegenwart Berlins und der 100 Jahre zurückliegenden Vergangenheit eine Brücke zu bauen. Darin kommt ausführlich Lucie Hürtgen-Skladanowsky zu Wort, eine hinreißende alte Dame, die historische Fotos präsentiert und erläutert und auch von einigen anderen fotografischen Erfindungen ihres Vaters und seiner Brüder erzählt.

Reverse Angle, Regie; Wim Wenders, 1982, 17 Min

„REVERSE ANGLE war mein erster Tagebuchfilm. Es geht um „New Wave Music“ (unter anderem um die Del Byzanteens von Jim Jarmusch), um Herumirren in New York, um die Schneidearbeiten an Hammett im Beisein von Francis Ford Coppola, um einen Roman von Emanuel Bove und um Edward Hopper. Und irgendwie war das Ganze eine Reflektion über das Filmemachen in Europa und Amerika.“

Same Player shoots again, Regie: Wim Wenders, 1968, 12 Min

„Mein erster Kurzfilm war SCHAUPLÄTZE. Der Film ging leider verloren. Er war auf Umkehrmaterial gedreht, und deswegen gab es nie eine Kopie davon, nur das geschnittene Original, und das war eines Tages verschwunden. Er ging aber nicht vollständig verloren. Zwei Resteinstellungen waren übrig, und die wurden zu den ersten beiden Einstellungen von SAME PLAYER SHOOTS AGAIN.

Sie bilden so eine Art Auftakt zum Film – oder eher das Vorspiel. Der Rest des Films, nach dem Titel, besteht nur aus einer Dreiminuten-Einstellung, die fünf mal wiederholt wird, wie 5 Bälle beim Flippern. Es wurde in schwarz-weiß gedreht und das Material dann fünf mal wiederholt, jedesmal anders eingefärbt. Es ist jetzt nicht wirklich ein Farbfilm geworden, nur ein bisschen blau, rot, gelb und grün entlang der Straße.“

Silver City Revisited

Regie: Wim Wenders BR Deutschland 1968/1969, 25 Min, Kurz-Spielfilm

„Ich war höchst beeindruckt von den Blicken aus meinen diversen Wohnungen, in denen ich zu der Zeit als Student in München gelebt habe. Und ich hatte eine Postkartensammlung. Und auf dem Dachboden der Filmhochschule habe ich eine Sammlung alter 78er Schellack-Platten gefunden, alle durchnummeriert und mit dem selben Titel: MOOD MUSIC. Eine Mischung fand nicht statt. An dem 16mm-Projektor in der Filmhochschule habe ich die Musik direkt auf die Tonspur aufgespielt, Pi mal Daumen.”

Experimenteller Kurzfilm von Wim Wenders.